B20 Fichte

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B20BR

Beschreibung

Obwohl es fast 35 Fichtenarten weltweit gibt, ist in Mitteleuropa eigentlich nur die gemeine Fichte (p. abies) bekannt. Wegen ihrer rotbraunen Rinde wird sie oft fälschlicherweise als Rottanne bezeichnet. Überhaupt kämpft die Fichte mit „Sorglosigkeit“ und „Oberflächlichkeit“ der Menschen. Denn nicht nur, dass man sie falsch benennt, spricht man auch noch von „Tannenzapfen“, wenn man die Fichtenzapfen im Wald einsammelt. Die Fichte kann man leicht von der Tanne unterscheiden: Die Zapfen hängen herunter, im Gegensatz zur Tanne, deren Zapfen ja senkrecht in die Höhe stehen. Die Fichten sind immergrüne Nadelbäume, die aufgrund ihrer flachen Wurzeln auch noch dort wachsen können, wo kaum mehr eine Bodenkrume zu sehen ist. Der Nachteil ist, dass bei großen, heftigen Stürmen eine Fichte auch leichter entwurzelt und umgerissen wird. Als schnell wachsender, anspruchsloser Nutzholzbaum überschwemmt sie die nördliche Erdhalbkugel. Um noch mehr Holz zu erhalten, wurden unglaublich große Fichtenwälder in Monokulturen angepflanzt. Man holte die im Mittelgebirge heimische Fichte in die tiefer gelegenen Regionen. Der Nachteil zeigte sich jedoch bald: Durch zu dichte Anpflanzung starben die unteren Äste ab, Vögel verlassen reine Fichtenwälder, sie finden keine ruhigen Nistplätze, Niederholz und Gebüsch fehlen.

Es ist still und „tot“ im Fichtenwald. Die sauren Nadeln verderben den Boden, sie verrotten nur sehr langsam und hinterlassen eine übersäuerte Erde. Bei Stürmen reicht eine entwurzelte Fichte aus, um eine Reihe anderer Bäume mit zu entwurzeln, wenn sie fällt. Mit den großen Monokulturwäldern konnte sich auch der Hauptschädling der Fichte, der Borkenkäfer, explosionsartig vermehren. Das hat dazu geführt, dass man ganze Wälder abholzen und verbrennen musste, um den Schaden zu begrenzen. Wegen des Fehlens von Vögeln standen kaum natürliche Feinde zur Verfügung – und selbst die konnten der Unmenge von Borkenkäfern nicht Herr werden. Mittlerweile geht man wieder zur Aufforstung von Mischwäldern zurück, doch es wird noch lange dauern, bis sich das Ökosystem Wald wieder erholt hat. Die Fichte wird vor allem in den Bergen, wo sie bis zur Höhe von 2.000 m zu finden ist, ein mächtiger, bis zu 60 m hoher Baumriese, der weit ausladende Äste hat. Die sogenannte Bergfichte wächst viel langsamer, erhält aber ein noch dichteres Holz.

Dort fand man früher (und auch heute noch) Männer, die in Ruhe durch den Wald gingen und die alten Fichtenstämme mit einem Holzschlägel abklopften. Wenn der richtige Klang zu hören war, hatten sie „ihren“ Baum gefunden, den richtigen Baum für eine besondere Geige. Fichtenholz ist das Holz der Instrumente – Stradivari und Gerbonzi sind bekannt. Je langsamer das Fichtenholz gewachsen ist, desto bessere Eigenschaften weist es als Klangholz auf. Das Holz der schnell wachsenden Bäume dient für alles, was man aus Holz machen kann. Es wird verwendet als Bauholz, Möbelholz, Schnitzholz, Heizholz und man stellt daraus Papier und Zellulose her. Auch der Maibaum wird meist von einem Fichtenbaum gestellt. Seit dem Mittelalter ist dieser Brauch bekannt. Waren es früher eher Birken, so findet man heute fast überall nur mehr geschmückte Fichten. Der Weihnachtsbaum wird ebenfalls oft aus dem Fichtenbestand geholt, die Nadeln sind nicht so bockig und stachelig wie die der Tanne und die Fichte ist um einiges günstiger.

In der Medizin sind die Fichtennadeln ebenfalls wichtig. Aus ihnen gewinnt man das Fichtennadelöl, das im Winter, und vor allem zu Weihnachten, in vielen Aromalampen den typischen Geruch verbreitet. Die Heilwirkungen der Fichte sind dieselben wie die der Tanne. Das Harz wurde in Salben und Lotionen gemischt, um bei Gliederschmerzen, Gelenkschmerzen und bei den Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises zu helfen.

Das ätherische Öl und das enthaltene Vitamin C helfen bei allen Atemwegserkrankungen (Husten, Erkältung, Lungenentzündung, Bronchitis, grippale Infekte). Aufgrund der durchblutungsfördernden Wirkung werden Schlackenstoffe und Ablagerungen besser ausgeschieden. Im Mai sammelt man die jungen Triebe von Tannen und Fichten. Der daraus gewonnene Honig bringt eine tägliche Vitamin-C-Zufuhr auf dem Brot. Fichtennadel-Sud wird auch zur Immunstärkung und Regenerationsunterstützung als Badezusatz verwendet.

Kleiner Bibliotheksauszug:
Im Mittelalter gingen Gichtkranke in den Wald, um in eine geschnitzte Kerbe einige Tropfen Blut in eine junge Fichte zu geben. Nach dem Verschließen sagte man verschiedene Sprüche auf, in der Hoffnung, dass die Krankheit beim Baum bleibt.

Körperliche Ebene:
Gliederschmerzen, Gelenkschmerzen und bei den Erkrankungen des
rheumatischen Formenkreises, Gicht;
Atemwegserkrankungen (Husten, Erkältung, Lungenentzündung, Bronchitis, Asthma, Keuchhusten, Nasennebenhöhlenentzündungen,
Rachenentzündung, Kehlkopfbeschwerden, grippale Infekte). Aufgrund der durchblutungsfördernden Wirkung werden Schlackenstoffe und Ablagerungen besser ausgeschieden.
Zur Immunstärkung und Regenerationsunterstützung;
bei Muskelkater, Herzbeschwerden, Nervosität, Schlaflosigkeit.
Fichte wirkt anregend (Tonisierend) und trotzdem auch beruhigend,
antibakteriell, schleimlösend.

Seelische Ebene:
Fichte und Tanne wirken auf der feinstofflichen Ebene gleich, die Fichte etwas sanfter und geringer als die Tanne. (Die Tanne bietet sehr unterschiedliche Unterstützungen auf der seelischen
Ebene. Sie verhilft zu erfüllender Zufriedenheit, einem Gefühl emotioneller Sättigung, sodass man sich öffnen und frei geben kann. Dies ist für die Menschen wichtig, die eher abweisend zu anderen Menschen sind, lieber nehmen als geben, immer unzufrieden sind, ständig im Kampf mit sich selber.
Das zeigt sich, in dem diese Menschen häufig launisch, stur und eigensinnig sind, egoistisch und immer das Gefühl haben, schlecht behandelt zu werden.
So fassen diese Menschen leichter Vertrauen – in sich selber, in ihre eigene Kraft als auch zur Umwelt, zu anderen Menschen, in die Zukunft usw.)

Zusätzliche Information

Produktvariation

10 ml Stockbottle, 2 ml Phiole

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