Hater, Bullys, schwarze Schafe

  • 4. November 2021
  • Autor: Nicola Wohlgemuth
  • Lesezeit: 3 min min

Was passiert im Leben eines Menschen, dass er sich von einem halbwegs normalen Bürger zu einem fanatischen Hasser mutiert – mit nichts Anderes seinen Tag füllt als mit Hasstiraden, Schmähungen, Verleumdungen und mehr – mit der einzigen Absicht, einen anderen Menschen zu …. Was? Schädigen? Umbringen? Zerstören?

Menschen, die Gift und Galle spucken kennen wir alle – in der Schule  muss man sich mit diesen Bullys zum ersten Mal auseinandersetzen, Mobbing am Arbeitsplatz nimmt immer mehr zu – Stalking und Belästigungen sind so alltäglich, dass sich viele schon gar nicht mehr wehren.

Früher nannte man solche Leute „zänkische, keifende Marktschreier, Giftzwerge und Rumpelstilzchen“, ging ihnen möglichst aus dem Weg, ließ sie in Ruhe, weil jedem klar war, dass die  Einstellung der Person und nicht der Inhalt des Gekeifes tatsächlicher Grund waren. Zudem hatte man noch ein leichtes Lächeln im Gesicht.

 

Heutzutage biegen sich die Schreibtische von Anwälten mit Bergen solcherlei Akten – Opfer, die sich wehren gegen das hemmungslose Mobbing, Diffamierungen und absurden, falschen Gerüchten. Den Mut einer persönlichen und direkten Konfrontation haben die Mobber- Hater allerdings nicht.

Früher gingen solche Menschen in eine Therapie und zahlten dafür, dass man sich ihre Geschichten anhörte und ihnen dabei half, die Ursachen, Auslöser und Lösungen für ihre Probleme zu finden. Heute gehen diese Menschen an die Tastatur und machen mit ihrem Zustand Geld – Social Media bietet sich hier perfekt an.

Früher wurden solche Menschen, die in weiterer Folge sich so in ihre vermeintlichen Gegner „verbissen“ hatten und immer radikaler und militanter wurden, verurteilt und ins Gefängnis gesteckt – heute? Haben sie ihre Rechtsanwälte / Schutzpatrone, die sie aus allem raushalten, ihr Selbstbild eines Gurus, Bekehrers und Aufdeckers noch unterstützen, damit eine Menge Leute unterhalten werden können. Story sells.

Übrig bleiben wütende, zornige, frustrierte, hasserfüllte Menschen, die sich daranmachen, ihre eigenen – meist völlig veralteten und längst überholten Weltanschauungen – in falschen, wenn auch reißerischen und tendenziösen Texten ins Web zu schütten. Sie ziehen sich in ihrer eigenen Welt das das Gewand von Predigern, Aufdeckern und Bekehrern an, kreiden bei anderen das an, was sie selber machen, ignorieren Wahrheit, Beweise, Leistung und Wissen – sind gefangen in ihrer eigenen Vorstellung.

Intelligente Menschen, die Texte von solchen Hatern lesen erkennen den Hass, den Fanatismus und das Kranke dahinter. Die anderen Menschen ergötzen sich an den Stories, hätten gerne den Mut, um selber Bullys zu sein und werden weiterhin solche Hater anhimmeln. Hater, Bullys und schwarze Schafe erkennt man leicht – überlegen und entscheiden Sie selbst, zu welcher Menschgruppe Sie zählen und wie Sie danach handeln. Sie geben den Hatern die Waffen, um schwächere Menschen, die nicht so eine harte Schule hatten wie ich, in den Ruin, eine Krankheit oder den Suizid zu drängen.

Und – seien wir ehrlich: solche Hater gibt es zwar überall, aber es sind nur Einzelpersonen. Das Erschreckende sind die vielen Menschen, die sich hirnlos und kritiklos von solchen Fanatikern anstecken und mitreißen lassen. «Totgetrampelt vom Mob» – ein Horrorszenarium – und doch regelmäßig in den Nachrichten. Was ist also schlimmer – Haß oder Dummheit? Haben wir aus den letzten 100 Jahren so wenig gelernt?

Regelmäßig und immer wieder hat sich irgendein Bully auch an „mir“ festgebissen, über kürzere oder längere Phasen. Interessant ist, dass keiner hatte den Mut oder das Rückgrat, sich mit mir persönlich zu treffen. Was sagt das über diese Menschen aus? Ich bin mein ganzes Leben lang aufgrund meiner Fähigkeiten ausgeschlossen, gedemütigt, beleidigt und noch weit schlimmeres worden. Ich habe Krieg, Naturkatastrophen und unsere Gesellschaft überlebt – Schmutzfinken der Tastatur sind so leicht zu durchschauen, ihre Defizite und Mängel so herausleuchtend, dass man sich nicht einmal anstrengen muss. Sie sind ein Teil der Gesellschaft, wie die Abwasserkanäle einer Stadt.

Alte, überholte Glaubenssätze, Ansichten oder Meinungen sind völlig in Ordnung – schlechtes Benehmen nie.

Ein Abschlußwort an die Hater und Bullys da draußen? Bringt nichts, denn selbst würden sie es lesen, sie würden es gemäß ihrer Natur nicht verstehen können und doch nur ignorieren. – aber Danke für die gratis Mega-Publicity!

Ein Abschlusswort an die Leser: Danke und lesen Sie Veröffentlichungen jeder Art immer mit Hirn und Hausverstand! Und bevor Sie lospreschen und Ihre Wut und Meinung jemanden ins Gesicht knallen – ersparen Sie sich die Scham über Voreiligkeit und recherchieren Sie!

Ihre Nicola Wohlgemuth

Sauber Zauber – Funkel Freude