
zum Thema Diabetes Teil 1
31. Dezember 2025Hier nun der 2. Teil
Bewegung – mehr als „machen Sie Sport“
Nur ein unglaublich kleiner Teil meiner Patienten hat verständlich erklärt bekommen, warum die Bewegung so wichtig ist: nämlich wegen der Insulinresistenz.
Wenn diese Menschen mehr hören würden als nur „Machen Sie Sport“ oder „Nehmen Sie ab“, wäre die Motivation viel größer – weil man dann versteht, warum man etwas tun soll und die Entscheidung selbst trifft.
Bewegung wird oft nur in den Raum gestellt. Nicht daran denkend, dass man konkrete, greifbare Ratschläge braucht:
Vor und nach dem Essen nicht sitzen, sondern sich bewegen:
20 Minuten gehen, Wäsche im Stehen zusammenlegen, zusammenräumen, spazieren gehen – alles, nur nicht sitzen oder liegen. Es beginnt tatsächlich mit so einer kleinen Aktion, wie nach max. 5 Minuten nach dem letzten Bissen und Wasserglas, aufzustehen, den Tisch abzuräumen, das Geschirr zu waschen oder in den Geschirrspüler zu räumen. Sie brauchen nicht gleich 500 Stufen hinauf und hinunter zu laufen! Es geht darum, aufzustehen und Muskeln zu betätigen!
Bad oder Küche putzen ist meist ein voller Workout.
Wenigstens zweimal in der Woche wirklich 30 Minuten flott spazieren gehen (oder auf einem Laufband).
Für die Umstellung wäre es ideal, gerade in den ersten zwei Monaten tatsächlich jeden Tag einen 25-minütigen Spaziergang im Freien zu machen. Es geht nicht um Geschwindigkeit, sondern darum, dass Ihre Muskeln sich daran erinnern, wie sie funktionieren. Und weil sie schnell vergessen, sind die ersten 8 Wochen am Wichtigsten! Danach läuft der Körper schon „runder“, man hat sich an die Bewegung gewöhnt. Sie werden merken, man geht automatisch mehr und öfter, einfach weil es gut tut.
Fürs Spazierengehen: Ein kleiner Trick: Handywecker auf 13 Minuten stellen, in denen man in eine Richtung geht – zurück ist man meist schneller, weil man sich schon freut, die Aufgabe erledigt zu haben. Wer länger, also über Monate, nicht spazieren gegangen ist, kann schwer einschätzen, wie lange oder wohin man geht – da ist der Handywecker wirklich eine große Hilfe.
Ess-Reihenfolge
Die Reihenfolge der Nahrungsmittel bei einem Essen hat enorm viel Einfluss.
Eiweiß sowie gegartes, „nacktes Gemüse“ am Anfang der Mahlzeit lassen den Blutzucker langsamer ansteigen. Das hilft besonders für die Zeit nach dem Essen – vor allem, wenn man sich danach gleich bewegt (geht). Dann geht der BZ-Wert nicht so hoch hinauf bzw. schneller wieder runter.
Auch das hört kaum von Diätologen, und schon gar nicht als eine der wichtigsten Grund-Infos! Warum nur nicht? So einfach zu praktizieren, so wertvoll für den Körper!
Das ist übrigens natürlich auch für Nicht-Diabetiker ein toller Tipp sofern Sie nach einem Essen müde sind. Gehören Sie zu den Menschen, die ein Mittagsschläfchen brauchen? Dann sollten Sie einmal die Reihenfolge beim Essen ausprobieren.
Wie starten: Das kann ein Joghurt sein, ein wenig Gemüsesuppe, ein kleiner Salat oder Mozzarella. Wir reden da von der Menge, die in eine Tasse passt! Nicht mehr 😉. Danach tatsächlich rund zehn Minuten Pause einlegen – in dieser Zeit wird der Magen innen mit dem Eiweiß „ausgekleidet“, die Verdauung ist beschäftigt. Was man danach isst, steht also bereits in der Warteschlange der Verdauung – und es geht langsamer bergauf mit dem BZ-Wert.
Die Tageszeit für das Essen nach der inneren Uhr
Aus der chinesischen Medizin wissen wir: Jedes Organ arbeitet zwar 24 Stunden, aber es gibt zwei Stunden Höchstleistung, 12 Stunden später dafür nur Minimalleistung. Daraus entsteht das, was wir unsere „innere Uhr“ nennen.
Für viele mag es nun echt gemein klingen, wenn sie erfahren, dass unser Dünndarm – über den wir die Nährstoffe aus dem Essen ins Blut aufnehmen – von 13:00–15:00 Uhr seine Höchstleistung bringt und danach recht schnell in seiner Leistung abfällt.
Für Diabetiker bedeutet dies: Sie würden ihrem Körper Gutes tun, wenn sie bis (um) etwa 15 Uhr das letzte Mal am Tag etwas Richtiges essen. Da nehmen sie die Nährstoffe super auf, dafür bekommt der Pankreas danach seine wohlverdiente Ruhe, kann sich über die Nacht erholen und über die Wochen seine Leistung verbessern.
Geht gar nicht? Oder Sie brauchen eine Phase der Umgewöhnung? Verständlich!
Dann nehmen Sie sich am Nachmittag ein kleines Joghurt mit Beeren. Das gibt dem Magen etwas zu tun, der Pankreas grummelt zwar vor sich hin, wird aber nicht extrem gestresst – und der Gaumen ist zufrieden.
Beeren-Ragout: Frische oder tiefgekühlte Beeren aufkochen, etwas Zimt, Koriander und Gewürznelke dazu – fertig. Keine getrockneten Früchte nehmen, die haben super viel Zucker! Und natürlich keinen Zucker, Honig, Sirup etc. dazugeben!
Dieses Beeren-Ragout ist auch als Start bei einem Essen eine gute Option, damit der Magen beschäftigt ist.
Auf die Menge achten: 5-6 EL, danach die 10 Minuten Pause einhalten!
Die Menge (ja, das unangenehme Thema …)
Ja, ich weiß: Man hätte keinen Diabetes 2, wenn man sich in der Vergangenheit an kleine Mengen gehalten hätte … Und klar – man hört diesen völlig unnötigen Satz „Nehmen Sie halt ab“ so oft, dass er einem längst weit über beide Ohren steht. Als würde irgendjemand mit aller Kraft draufhinarbeiten, 30, 50, 70 Kilo und mehr an „Zuviel“ zu haben!
Doch ohne radikale Mengenreduzierung geht es nicht. Alles Schönreden dafür ist für die Katz. Alle rundherum angebotenen „Schummel-Nahrungsmittel“ sind genau das: Schummelei und reine Augenauswischerei.
Sie wollen das Ruder herumreißen?
Dann reden Sie nicht lange, suchen Sie keine Auswege – tun Sie. Beinhart und klar. Die paar Monate kriegen Sie hin!
Ein praktisches Beispiel:
# Vor dem Frühstück gleich 1–2 Gläser Wasser. Damit ist der Magen ein paar Minuten beschäftigt.
# Beim Frühstück beginnen Sie mit etwas, was die Magenschleimhaut und Enzyme beschäftigt und so den BZ langsam ansteigen lässt: z. B. ein Joghurt allein oder mit Beeren.
1 Esslöffel geschrotete Leinsamen* dazu – der Darm ist länger zufrieden. (* Leinsamen sollte 30sek. Erhitzt werden… nachlesen bitte!)
# Dann eine kleine 10-Minuten-Pause einlegen, damit der Magen beschäftigt ist, bevor alles andere kommt.
# Weiter geht es mit 5 Scheiben Gurke und 3 Cherrytomaten – mit frischen oder getrockneten Kräutern.
# Dann 2 Gläser Wasser trinken.
# Erst jetzt kommt 1 Stück Brot mit Belag – nein, nichts Süßes! Ihre Geschmackspapillen müssen vom Süß-Wissen runter. Nach ein paar Tagen ist diese Gier erstaunlich leiser (M-14 kann dabei ganz gut unterstützen!).
Mengenmaß:
3 Handvoll oder 3 „Suppenschöpfer“ sind die Einheit für eine Mahlzeit. Nachnehmen, also eine 2. Portion: ist nicht drin!
Diese Menge kann Ihr Pankreas verarbeiten, ohne gleich halb in Ohnmacht oder in eine Hysterie zu fallen.
Lebensmittel: Gemüse, Beeren & die Hilfe der KI
In der heutigen Zeit, in der KIs den Menschen zur Verfügung stehen, ist es ein Leichtes, sich eine Nahrungsliste zusammenstellen zu lassen. Ofengemüse wird an oberster Stelle stehen – denn es wird mit sehr wenig pflanzlichem Fett zubereitet.
Salz: nicht mehr als 1 TL pro Tag sollte eigentlich reichen – vor allem dann, wenn Sie auch Gewicht reduzieren möchten!
Getreide nur sehr zaghaft ausprobieren – denn Ihr Körper kann auf diese Art der Kohlehydrate sehr hysterisch darauf reagieren. Blutgruppe-0 Menschen trifft das besonders!
Achten Sie auf Bio-Qualität. Die ganzen Dünger des normalen Gemüses sind in der Regenerationsphase für den Körper zu belastend. Aber das Erfreuliche dazu: Da Sie ja nur mehr so kleine Mengen essen, sollte es keine große finanzielle Extra-Belastung sein!
Da Obst viel Fruchtzucker enthält, hier besonders aufpassen. Beeren sind hier am gefahrlosesten – aber trotzdem bitte beobachten.
Zu den bewährten Gemüsesorten bei Diabetes Typ 2 gehören:
Gurken, Blattsalate, Zucchini, Brokkoli, Blumenkohl (Karfiol), Kohlgemüse (Weißkohl, Spitzkohl, Wirsing), Blattgemüse (Mangold, Grünkohl), Tomaten, Champignons und andere Pilze, Gelbe und rote Linsen – sie bringen Kohlenhydrate, ohne den BZ sehr schnell ansteigen zu lassen.
Bei all diesen Empfehlungen bitte unbedingt daran denken, dass hier keine zusätzlichen Erkrankungen (z. B. Niereninsuffizienz, Leberschwäche, Herz-Probleme) mitberücksichtigt sind. Deshalb gibt es hier nicht noch mehr Listen – die müssen Sie wirklich individuell für sich selber erfragen.
Wobei meine Erfahrung ist: Oft ist es besser, eine KI, wie z. B. ChatGPT, auf jeden Fall zu fragen als ausschließlich Diätologen, deren Wissen leider häufig längst veraltet ist. Blutgruppen-spezifische Ernährung ist bei vielen Diätologen völlig unbekannt, die großen und auch bedeutenden Vorteile von Bio-Nahrungsmitteln bzw. deren Hintergründe werden ebenfalls nicht gelehrt. Sogenannte Alternativ-Nahrungsmittel (Kochbananen- oder Lupinenmehl), Lupinen-Kaffee u. v. m. sind nicht einmal bekannt, geschweige denn Gesprächsthema.
Da ist eine KI natürlich innerhalb weniger Sekunden am neuesten Stand – inklusive Erfahrungsberichten.
Dass man auch die Ergebnisse einer KI hinterfragen muss, braucht hier sicher nicht betont werden. Aber im realen Leben hat mir das deutlich mehr geholfen als ca. 15 (!) bekannte und langjährige Diätologen.
An dieser Stelle:
Werte Diätologen, ich freue mich, wenn Sie zu den Ausnahmen gehören und in puncto Ernährungs-Empfehlungen / Beratungen „up to date“ sind. Ich habe viele Diabetes-Patienten und würde mich freuen, diese an Sie weiterempfehlen zu können. Gerne lasse ich mich überzeugen!
Insulin zuführen
Insulin wird ins Fettgewebe gespritzt und verteilt sich langsamer, ist deshalb so empfohlen. In Muskelgewebe gespritzt wirkt es viel schneller, brennt häufig und verursacht auf die Dauer mini Depots unter der Haut, die sich entzünden können. Das sollten Sie zwar bei einer Einschulung hören – aber in der Realität vergessen die Leute das gerne.
Die Sache mit dem Bolus-Insulin (Kurzzeit-Insulin)
Hier muss man sich ganz klar bewusst machen:
Ist ein Diabetes Typ 2 diagnostiziert, braucht Ihr Körper eine echte „Futter-Schonphase“. Wenn Sie gleich weiteressen wie zuvor, nur die Menge ein bisschen reduzieren, funktioniert es nicht. Und: Ihr Ziel ist sicher nicht, irgendwann wieder gleich zu essen, wie vor dem Diabetes, Sie wollen ja aus der ganzen Sache was lernen und verbessern. Ihre vergangene Ernährung was das erwiesenermaßen nicht, weshalb Sie diese Ernährung auch nicht mehr anstreben!
Wenn Sie ein eingegipstes Bein haben und nicht laufen gehen können, dafür aber jeden Tag 3 Stunden das Bein belasten, wird es auch nicht schnell heilen.
Also: Den ganzen Schritt machen!
In manchen Diabetes-Schulungen hört man, dass 1 Einheit Bolus-Insulin den Zucker um ca. 50 mg/dl senkt. Der Fachbegriff ist der Insulin-Sensitivitätsfaktor (ISF) – also: Um wie viel mg/dl wird mit 1 Einheit der BZ gesenkt. Dieser Wert hängt aber von mehreren Faktoren ab und ist bei jedem Menschen anders! Also bitte streichen Sie so eine Aussage aus Ihrem Kopf! Das ist absolut individuell.
Wichtig ist:
Mehr Bolus-Insulin bedeutet, der Pankreas muss weniger selbst machen. Das ist zwar grundsätzlich entlastend für die Betazellen, aber kein Freibrief für unvernünftiges Essen.
Meine Werte waren anfangs derart hoch, dass man mir natürlich das Bolus Insulin nahegelegt hat. Dieses habe ich strikt verweigert, denn meine Überlegung war (und ist): Führe ich a) das Richtige b) in der richtigen Menge und c) zur richtigen Zeit und d) nur 2x dem Körper etwas zu, kann ich genau das optimal steuern!
Hat sich als richtig herausgestellt!
Dabei hilft, wenn man für die ersten 3 Monate ausschließlich Wasser trinkt – die 3 Liter sind hier bekanntlich die Basis. Und siehe da, schon nach 2 Wochen war bei den Untersuchungen von Bolus keine Rede mehr! Hier zahlt sich beinharte Disziplin auf jeden Fall aus!
Kein Tee, kein Kaffee (echter oder alternative), keine Säfte, von Alkohol brauchen wir gar nicht reden…
Das Langzeit-Insulin
Da Organe und das Gehirn rund um die Uhr Energie brauchen – also auch Insulin benötigen, wenn man nicht isst, schläft oder nur auf der Couch chillt –, wird Basis-Insulin (Langzeit-Insulin) gespritzt.
Es ist die Grundheizung des Blutzuckers:
Es hält den BZ rund um die Uhr stabil.
Die Leber gibt auch ohne, dass wir essen, Zucker ins Blut ab. Deshalb kann der BZ in der „Leberzeit“, zwischen 1 und 3 Uhr nachts, ansteigen. Auch in der Früh, wenn wir aufgewacht sind und uns aufs Frühstück freuen, steigt der BZ oft schon an, weil der Stoffwechsel sich aufs Essen vorbereitet.
Langzeit-Insulin bremst die Leber insofern, als dass sie nur so viel produziert, wie wirklich notwendig ist. Außerdem hilft das LZ-Insulin den Zellen, regelmäßig Zucker aufzunehmen. Das betrifft vor allem Muskel- und Fettzellen.
Oft wird man mit Daumenregeln der Ärzte konfrontiert:
„Unter 7 Einheiten merkt man keinen Effekt“, „eine Dosis wird immer in 2er-Schritten verringert“ usw.
Doch auch minimale Dosen von Insulin haben einen Effekt. Das feine Abstimmen kann meist nur im Team passieren: Der Betroffene spürt seinen Körper, bringt seine Messwerte ein, und der Arzt/die Ärztin sorgt für das fachliche Sicherheitsnetz.
Das funktioniert perfekt, solange man oberhalb von 7 EH ist! Danach werden die Ärzte nämlich „lässig“, denn:
Wie lange man auch weniger als 7 EH spritzt, hängt einzig von den Werten ab – und davon, ob man mit seinem Arzt abgesprochen hat, ob und wie man selbständig weitermachen oder reduzieren bzw. aufhören darf.
Erfahrungen zeigen, dass es „ganz normal“ ist, dass man nach einiger Zeit mit 6 oder 7 EH einmal versucht, gar nichts mehr zu spritzen. Bei mir ging das z.B. für rund 2 Wochen gut, dann hatte ich aber das Empfinden, permanent leicht unterschwellig gestresst zu sein – also habe ich wieder angefangen, mit weniger EH zu spritzen. So tastet man sich langsam aber sicher vorwärts, begleitet den Pankreas bis er wieder so stark ist, dass er auch auf Dauer nichts mehr extra von außen benötigt.
Wichtig ist natürlich, dass man nicht alle paar Tage wechselt, das wäre für den Stoffwechsel viel zu verwirrend und stressig – deshalb bei Unsicherheit mit dem Arzt reden. Auch hier die Erfahrung: „Machen Sie wie Sie es für passen halten, denn unter 7 EH ist der Einfluss so gering, dass eh nichts Schlimmes passieren kann“ habe ich zu oft gehört.
Kommt man gerade nachts dauernd unter 70, sollte man reduzieren, denn der Unterzucker ist kritischer als ein etwas höherer Nacht-Wert. Zu den alarmierenden (Falsch)Alarm Werten für Sensor-Träger sage ich noch weiter unten etwas.
Wer die Insulinspritzen auf die MLS legt, kann eine Zusatz-Information mitgeben: etwa, die eigene Intuition zu stärken, um besser auf die Insulin-Situation im Körper reagieren zu können.
Blutzucker messen – es geht auch blutlos!
Gerade am Anfang wird empfohlen, vor und nach jeder Mahlzeit zu messen und auch zwischendurch einmal – um ein Gefühl dafür zu bekommen. Das bedeutet zumindest 6× blutig messen! Isst man öfter als 2×, dann entsprechend noch öfter.
Nach 3 Wochen sind all jene völlig entnervt, die mit ihren Händen arbeiten (Tastatur, Werkzeuge etc.), denn die Finger tun weh, egal wie seitlich man jedes Mal sticht.
Warum man in der heutigen Zeit nicht grundsätzlich frisch diagnostizierten Diabetes-Menschen die Möglichkeit eines Sensors erklärt, bleibt für mich ein Rätsel!
Richtig ist: Normalerweise schmerzen die Messungen in der ersten Woche nicht. Doch selbst mit dem Fingerwechsel sind nach ein paar Wochen die Hände gestresst. Und dann ist da noch die Verunsicherung – man stellt ja das ganze Leben um.
Viel gescheiter wäre es, möglichst rasch auf einen Sensor zurückzugreifen. In Österreich ist der Libre-Sensor am weitesten verbreitet – funktioniert einwandfrei.
Mit dem Sensor kann man wunderbar mitverfolgen, wie der Körper mit dem Essen umgeht, auf was er sensibler reagiert usw. Stress-Reduktion total! Mit der App am Handy sieht man nicht nur den aktuellen Stand, sondern auch die Entwicklungen über den ganzen Zeitraum – und kann dadurch besser reagieren. Gerade am Anfang der Diabetes Phase ist man unsicher, der Körper ist im permanenten Wandel, weil ja endlich was unternommen wird – man möchte auf alles aufpassen und ist überkritisch, überwachsam und stresst sich selber mehr als notwendig – aber das ist auch verständlich!
Normalerweise zahlt die Sozialversicherung den Sensor nur, wenn man Kurzzeit- und Langzeit-Insulin spritzt.
Doch ehrlich gesagt: Lieber den Sensor für 2–3 Monate selbst finanzieren, wenn es irgendwie geht – denn nach dieser Zeit hat man sich an den neuen Rhythmus gewöhnt und braucht nicht mehr so häufig testen.
Außerdem hilft es (aus Erfahrung gesprochen!), an seine Versicherung eine E-Mail zu schreiben, in der man erklärt, warum man den Sensor benötigt, dass man seine Arbeit nicht ordentlich machen kann, die Konzentration dauernd unterbrochen wird, die Unsicherheit belastend ist usw.
Sprechen Sie mit einem Endokrinologen (der Hausarzt kann das leider nicht machen), dass auch er Ihnen ein Schreiben gibt, in dem er die Sinnhaftigkeit eines Sensors bei Ihnen klarstellt. Manches Mal sitzen nämlich noch Menschen in den Versicherungsanstalten, können verstehen und nachvollziehen, wie es Ihnen geht – und bewilligen den Sensor.
Wie funktioniert so ein Sensor?
Eine runde Scheibe, aus der ein ca. 6 mm langer Faden heraussteht, wird auf die Haut am Oberarm geklebt. Der Faden, über den die Messung erfolgt, ist recht steif, aber natürlich biegsam. Es steckt also keine harte Nadel im Arm. Nach nicht ganz 2 Wochen läuft die Funktionszeit des Sensors ab, man muss ihn austauschen.
Laut einem Techniker von Libre, mit dem ich telefonierte, geht eigentlich jede Körperstelle, sofern sie nicht direkt über einem Knochen liegt. Es wird die Glukose im Zellwasser gemessen, nicht im Blut. Der Oberarm (Trizeps-Bereich) hat sich lediglich bewährt, ist aber kein ausschließlicher Ort.
Dadurch gibt es eine Verzögerung des gemessenen Wertes von ca. 10 Minuten (der Blutzucker ist zum Zeitpunkt der Sensormessung etwa 10 Minuten „voraus“).
Falscher Alarm in der Nacht: Wichtig für all jene, die einen Sensor tragen: Gerade in der Nacht wird man hochgeschreckt vom extremen Niedrig-Alarm.
Mein Tipp: Ja nicht gleich etwas essen!
Zuerst schnell blutig messen – und siehe da: oft ist alles ok. Diese super niedrigen Werte kommen daher, dass man auf dem Sensor liegt, die Lymphe mit all den Inhaltsstoffen (auch Glukose) wegdrückt und der Sensor dadurch Alarm gibt.
Leider steht das in den Infos zum Sensor Libre nicht; auch beim Nachfragen erfährt man dies nicht und auf der Website ebenfalls nicht.
Technik-sensible Menschen können den Sensor als unangenehm spüren. Deshalb sind auf der Tec-Field-Plakette auch derartige Geräte in der Entstörleistung integriert.
Rostock-Hilfen in dieser Zeit
Es gibt nicht umsonst die Rostock-Essenz SOM-7 (Geduld und Ausdauer) oder die SOM-18 (Repair-Essenz), die das feinstoffliche Gedächtnis überarbeitet.
AM über diese Monate helfen dabei, motiviert und stark zu bleiben, die Regenerationsprozesse von Pankreas und Zellen zu unterstützen. Ich empfehle, die 3–4 Hauptessenzen zum Thema dauerhaft in den AM zu haben und die anderen Essenzen bei jeder Flasche neu auszutesten, weil sich ja vieles im Körper ändert – auch wenn das Hauptthema bleibt.
Die Solidots stabilisieren die ganzen körperlichen Umwälzungen deutlich. Ärzte sind seit Jahren immer wieder erstaunt, wie ruhig und unaufregend die Fortschritte sind. Bei mir nicht anders – dort, wo mein System die Frequenzen der Dots annehmen kann, wirken sie wunderbar.
Die MLS ist – wie immer – auch beim Diabetes eine unschätzbare Hilfe. Ob man nun den Essteller mit einer Zusatzinformation am Zettel draufstellt oder sich selber draufsetzt – dieser Lichtstrahl der MLS hat es einfach in sich.
Die Food & Kitchen Plakette würde ich auf jeden Fall auch dann mitnehmen, wenn man auswärts oder nicht selbst gekochtes isst.
Die Tech-Field Plakette in irgendeiner Form bei sich zu haben, ist gerade als Sensor-Träger positiv spürbar. (Ich hatte die ersten 2 Sensoren gleich mit meinen Energien getötet, bis ich erkannt habe, dass ich es bin, der sie als Störfaktor sofort „stillgelegt“ hat (Man lernt dazu!).
Mein persönliches Fazit
Außergewöhnliche Belastungen – und diese von „allen Seiten“ über rund 5 Jahre – haben mir schwer zugesetzt. Meine Sonderposition, was meine Arbeit als auch mein Unternehmen betrifft, sowie mein vielleicht etwas zu heftig ausgeprägtes Verantwortungsgefühl, waren die Ursachen und Auslöser für ein sehr holpriges Jahr 2025.
Dazu gehörte auch die Diagnose Diabetes Typ 2 im Mai. Nach einem wirklich radikalen und weitreichenden Lebenswandel kann ich nun, nach 6 Monaten, beruhigt sagen, dass der Diabetes in einer stabilen Remission ist.
Ich werde gefragt, ob ich wieder essen könne wie davor. Meine Antwort: Das will ich gar nicht, denn dann hätte ich nichts aus dieser ganzen Sache gelernt! Wäre es „nur“ der Diabetes gewesen, dann könnte ich ganz entspannt mit Ja antworten. Aber der Weg ist erst zum Teil beschritten.
Ich habe so viel selber recherchiert, nachdem ich von den Aussagen von Ärzten und Therapeuten einfach nur entsetzt und schockiert war. Ich wurde von Menschen, die ja eigentlich fachlich gebildet sein sollten, verspottet, beleidigt, verächtlich und geringschätzig behandelt. Falsche Medikationen hätten mich umgebracht, wäre ich nicht so aufmerksam, kritisch und aufmüpfig gewesen.
Der Endorkinologe im LKH Graz hat mir Medformin (der Nierentöter!)verschrieben, weil er nicht auf die Nierenwerte geachtet habe – deren Leistung ist innerhalb einer Woche in den Keller gesackt. Meine eigene Aufmerksamkeit, meine Recherchen, mein Lästig-sein und Pressen bei mehreren Ärzten diesbezüglich führten zu einer Änderung der Medikation. Weil sich die Nierenwerte nicht besserten, hat man mir gesagt, ich soll weniger Salzen – jedoch hat niemand gefragt, wie viel Salz ich überhaupt verwende – wie unverantwortlich!
Da ich nämlich sowieso wenig Salz verwende, dafür mehr mit Kräutern koche, führte ich alsdann zu wenig Salz zu – das folgende Nierenversagen wurde nicht erkannt, mein Leben stand tatsächlich für ein paar Tage auf Messers Schneide. Meine Intuition und damit der Griff zum Salz waren die Rettung.
Eine junge und wohl unerfahrene Ärztin vermittelte mir, dass meine Lebenserwartung bei rund 2 Wochen läge – eine noch weit unfassbarere Unprofessionalität, wie man sie definitiv nicht brauchen kann.
Ich habe es all das überlebt und arbeite unaufhörlich daran weiter die Lebensleiter wieder hinauf zu klettern – wie der berühmte Duracell-Hase!
Eine andere Ärztin hat ein wenig weiter gedacht: Es könnte doch auch eine Blockierung einer Nieren-Arterie sein. Recht sollte sie haben – aber das ist eine andere Geschichte… Diabetes allein hätte mir (meiner Meinung nach) auch gereicht – das hätte ich jetzt nämlich so gut wie erledigt.
Die Süße des Lebens – dessen Symbol der Pankreas ist – ist in dieser Zeit neu definiert worden. Auch die Erkenntnis, dass wir viele falsche Ansichten als fix gegeben hinnehmen.
In wenigen Monaten musste ich mich öfter der Frage stellen, ob und wie lange ich noch leben würde. Was muss geregelt werden, was noch erledigt werden?
Die Sinnfrage stellt sich automatisch nicht nur einmal in den Raum. Wofür das alles? Was zum Kuckuck soll ich mit so eine Lehre? Es gibt doch sicher Planeten, wo es netter zu leben ist.
Meine Tochter Sarah war und ist nach wie vor mein Sonnenschein, und auch der Anker, weiterzuleben und es auch voller Energie zu wollen. Wir haben in diesen Monaten beide unglaublich viel gelernt, unser Bewusstsein, die Wertschätzung aber auch die Demut, eine so schöne Herzensverbindung zu erleben ist stark und stärker geworden. Sarah hat in dieser Notzeit die Türe zu ihren feinen Fähigkeiten endgültig und ganz geöffnet und wir haben viel Freude an den Fortschritten bei der Nutzung. Wobei wir beide hoffen, noch viele Jahre miteinander zu haben. Ihre endlose Unterstützung, Rückhalt, ihr Mut und zu mir Halten sind wie ein hellstes Strahlen im Nebel. Sie hat die Prüfungen angenommen, ist über sich selbst hinausgewachsen – wie könnte ich da nicht mitmachen?
Wenn sich die Diagnose-Zeit auch wie ein großer Tritt in meinen Allerwertesten anfühlt – hat er mir doch auch einen riesigen Sprung im Bereich meiner feinen Sinne und Fähigkeiten gebracht. Eine erzwungene Entwicklung im Blitztempo, Erkenntnisse und Einsichten enthalten, die mein erlerntes Wissen von der Universität wieder einmal durchgeschüttelt haben.
In diesen letzten Monaten waren alle Kontakte und Verbindungen zum Feenreich und deren Bewohner in den Hintergrund geraten, wenn auch nie ganz unterbrochen. Nun kommen sie wieder in den Vordergrund, auch um mein neues Niveau meiner Erkenntnisse zu prüfen. Mal sehen, was daraus nicht noch alles entsteht!
Wenn Ihnen meine Erkenntnisse und persönlichen Erfahrungen – und somit der Inhalt dieses Blogs – diesbezüglich weiterhelfen, würde ich mich sehr freuen.
Ihre Sonnenhexe




