
Edelsteinen Kraft geben
6. November 2025
zum Thema Diabetes, Teil 2
31. Dezember 2025Einmal Diabetiker, immer Diabetiker? Aber sicher nicht!
Ein Blog zum Typ-2 Diabetiker – von der Entstehung, Diagnose, einem Neustart und einem Ende der Diabetes „Phase“: Diabetes ist kein Schicksal – wie Sie Ihre Bauchspeicheldrüse und den Stoffwechsel dazu aufpäppeln zurückgewinnen können Zwischen Insulin und Alltag: Was Ihnen niemand zum Typ-2-Diabetes erklärt.
Diabetes Typ 2 wird mittlerweile als typische Gesellschaftserkrankung eingestuft. Die meisten halten sich recht und schlecht an die Empfehlungen zur Ernährung, manche halten von der ganzen Sache gar nichts, essen, worauf sie Lust haben, und nehmen einfach mehr Medikamente dazu. Die Nebenerkrankungen werden einfach mit noch mehr Tabletten bearbeitet – auf die paar Tabletten kommt es ja eh nicht an.
Ich bin im Mai 2025 in diese Diagnosen-Grube geworfen worden, habe kurz gehadert, mich permanent über die meisten Aussagen der Ärzte geärgert, ebenso permanent gekämpft, mein Leben radikal geändert und nach einem halben Jahr aus dieser Grube wieder herausgekrabbelt.
Noch bin ich dabei, mir noch die hängengebliebene Erde aus der Grube abzuschütteln, aber das sollte ja keine Hexerei mehr sein, oder?!
Was mir an Unsinn alles gesagt und empfohlen wurde, ist erschütternd. Wenn ich mir denke, wie viele Menschen nicht so eine rebellische und kritische Persönlichkeit haben wie ich, nehmen diese Menschen alles als gegeben und unveränderlich hin – ohne zu wissen, dass sie diese Erkrankung ebenso durcharbeiten und hinter sich lassen können wie ich.
In diesem Blog erzähle ich Ihnen die Highlights dieser Phase und möchte auf diesem Weg allen Diabetikern (nur Typ 2!) die Gelegenheit geben, zu verstehen, zu begreifen, ein Ziel zu setzten und auch erreichen zu können.
Der Satz, der bei vielen Menschen einfährt wie der Blitz:
„Einmal Diabetiker, immer Diabetiker.“
Was für eine fürchterlich irreführende Aussage! Oder, auf gut steirisch: „Was für ein Schwachsinn!“
Warum ich das so deutlich sage – dazu komme ich weiter unten.
Der Schock mit der Diagnose
Diabetes wird viel zu spät erkannt – kein Wunder!
Im Hinterkopf klingeln die Alarmglocken schon eine ganze Zeit. Aber der Arbeitsdruck ist stärker, die Bedürfnisse anderer lauter. Der Trubel im Alltag, gepaart mit echter Freude am Arbeiten – auch wenn man nie fertig wird – lässt die ersten Symptome wegstecken und vergessen.
Doch beharrlich, wie unsere Körper eben sind, werden die Beschwerden stärker, lauter und häufiger. Irgendwann ist ein Ignorieren einfach nicht mehr möglich. Die Ärzte-Reise beginnt, denn es braucht eigene sture Beharrlichkeit, um auch nach dem 4. Arzt, der sagt, es ist alles ok, aufzugeben. 3x Notaufnahme-Aufenthalte, inkl. Blutbefunde, doch werde ich heimgeschickt mit der Aussage, es ist nichts zu finden, alles ok.
Doch hin und wieder erwischt man doch einen verantwortungsvollen, denkenden Arzt, der seinem Beruf gerecht wird. Einer, der über seinen Tellerrand hinaussieht, mitdenkt und handelt. So lande ich wieder in der Notaufnahme, aber weil besagter Arzt den Ärzten in der Notaufnahme das Denken abgenommen hat, werde ich weitergereicht zur Endokrinologie.
Die Messungen von Blutzucker, Blutdruck, Leber und Nieren zeigen ein recht erschütterndes Bild. Laut der Ärzte müsste ich längst tot sein, der Blutdruck über 250, die Nieren knapp vor dem letzten Funktionsstadium, die Leber recht k.o.
OOPS – da habe ich wohl wirklich einiges ignoriert…
Was hierbei auffällt: Nicht ein einziges Mal in den paar Tagen in der Klinik werde ich gefragt (!) – wie mein Alltag aussieht, was ich esse (sollte man aber erwarten können, oder?), wie es dazu kommen konnte – ok, da ist es wahrscheinlich gut, dass niemand gefragt hat, denn dann hätten sie ihre eigenen Kollegen am Schlafittchen packen und beuteln müssen. Aber dazu mehr am Schluss.
Schwierige Patientin, die ich bin, hinterfrage ich nicht nur jedes Medikament, sondern lese natürlich auch nach, was das für Sachen sind, wofür und welche Nebenprobleme auftreten können. Ich denke, kaum jemand schafft es so vollkommen, innerhalb weniger Stunden zum meistgehassten Patienten eines Gebäudes zu werden.
Man weicht mir aus, schaut mich nicht an, versteckt sich in den Schwesternzimmern – komisch und lachhaft, aber auch zum Fremdschämen. Ich werde sogar vor den anderen lächerlich gemacht, weil ich alles aufschreibe und hinterfrage.
Die restlichen 5 Ladies im Zimmer lernen in diesen Tagen jedenfalls für ihr Leben – denn zumindest 2 von ihnen haben dann auch Fragen gestellt.
Letztendlich habe ich zack – ein Papier in der Hand, nur gut, dass ich dabei im Krankenhausbett lag – und werde buchstäblich aus allen Wolken geworfen. Der Aufprall ist heftig.
Diagnose: Diabetes mellitus Typ 2.
Die erste Aussage der Ärzte in diesem Moment ist nicht selten:
„1.) Das haben Sie jetzt bis zum letzten Atemzug, Medikamente müssen Sie immer nehmen. Und 2.) Es werden noch welche dazukommen!“
Meine Gedanken: 1.) sicher nicht und 2.) sicher nicht!
Ohne zusätzliche Erklärungen wird man noch in 20min eingeschult:
wie und wo man sich blutig den Blutzucker misst,
wie und wo man sich das Insulin spritzt,
dass man das schön brav in seinen Ausweisen vermerkt,
und – ganz hilfreich! – dass man keine zuckerhaltigen Lebensmittel mehr zu sich nehmen darf/soll. Echt jetzt?!
Dann kommt die nächste Medikamenten-Partie: für Leber und Blutdruck (der meist zu hoch ist).
Und damit geht man nach Hause.
Doch ist all den Betroffenen bzw. Risikopatienten eigentlich bewusst, dass sich Diabetes Typ 2 bei vielen Menschen deutlich verbessern bis lösen lässt?
Dass eine Remission* möglich ist – also Blutwerte im Normalbereich, weniger oder vorübergehend bis dauerhaft keine Medikamente?
Und dass es nicht nur eine „Tabletten-Sache“, sondern vor allem eine Frage von Disziplin, Bewegung und Lebenswandel ist?
*den Begriff Remission verwendet man deshalb, weil der überwiegende Teil der Diabetes-Diagnostizierten die Disziplin bei der Kombination von Essen und Bewegung nicht lang genug aufrecht erhalten und deshalb der Pankreas wieder in die Knie geht.
Ein bisschen Hintergrundwissen (damit Sie die Zusammenhänge verstehen)
Der Pankreas muss bei den meisten Menschen viel zu viel arbeiten. Er bräuchte eigentlich viele Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten. Über acht Stunden wäre er richtig glücklich – aber das kriegt er nur sehr selten.
Aus meiner Erfahrung tun sich Blutgruppe-0-Menschen hier oft leichter, Blutgruppe-A-Menschen werfen schon beim Lesen davon das Handtuch.
Die Menschen der verschiedenen Blutgruppen verarbeiten Nahrung unterschiedlich und würden – konsequent gelebt – auch unterschiedliche Ernährungsgewohnheiten haben. Dann kämen sie erst gar nicht in die Versuchung, sich für ihren eigenen Körper so falsch zu ernähren. (Doch das ist Thema eines anderen Blogs …)
Was Insulin wirklich macht
Das Insulin, das der Pankreas produziert und ins Blut abgibt, gelangt mit dem Blutkreislauf zu vielen Körperzellen. Dort bindet es an Insulin-Rezeptoren und sorgt dafür, dass die Zellen Glukose aus dem Blut aufnehmen und diese Glukose in Zellenergie umwandeln oder speichern.
Ein einfaches Bild:
Insulin ist der Schlüssel,
die Zellen sind die Türen,
die Glukose ist der Energielieferant, der endlich hinein will.
Damit Zucker aus dem Blut in die Zellen kommen kann, braucht es also Insulin – den Schlüssel für die Zell-Türen.
Beim Diabetes gibt es im Grunde zwei Hauptprobleme:
1. Der Körper stellt zu wenig Insulin her
– wie beim Typ-1-Diabetes oder später im Verlauf von Typ 2, wenn die Bauchspeicheldrüse erschöpft.
2. Die Zellen reagieren nicht mehr gut auf Insulin
– sie werden „insulinresistent“. Das passiert oft durch Übergewicht, wenig Bewegung und ungünstige Ernährung. Dann muss der Pankreas immer mehr Insulin produzieren, bis er irgendwann nicht mehr kann.
Oder sehr kurz:
Viel Essen, viel Zucker, wenig Bewegung und Stress überfordern das System auf Dauer:
Erst werden die Zellen taub für Insulin, dann kann die Bauchspeicheldrüse nicht mehr mithalten – so entsteht meist der Typ-2-Diabetes.
In meinem Fall – der, wahrscheinlich sehr viel öfter vorkommt, deshalb auch mein Entschluss, diesen Blog zu schreiben:
Viel Belastungen, viel Arbeit (was nicht immer auch als Stress empfunden wird!), so gut wie keine Bewegung, wenig Schlaf, Abends und spät in der Nacht wenig, aber doch Essen – ABER – kaum Zucker bzw. Zucker hältiges Essen.
Ist das Grundfundament nämlich bereits durch Arbeitslast, Schlafdefizit (auch nicht gefühlter oder so erkannter!), feinstofflichen Angriffen und Belastungen, zuviel Essensmenge, auf wenn sie gesund ist geschwächt, dann reichen auch einmal 2-3 Monate, in denen man überhaupt einmal oder mehr Süßes isst, um den Pankreas den Teppich unter den Füssen wegzuziehen.
Bei mir kam viel zusammen – die Behörden-Angriffe, schockierende Verhalten von Menschen, von denen ich es mir nie gedacht hätte (beruflich wie privat), zu viele Fronten, selbst für mich. Der Satz „das kann doch jetzt wirklich nicht wahr sein!“ – war über Monate wirklich täglich im Vordergrund, Lösungen nicht in Sicht, Unterstützungen noch weniger.
Remission statt „lebenslänglich“
Weil es letztendlich immer auch an der Disziplin hängt – und so wenige Menschen diese Disziplin lange genug, also zumindest 1 Jahr (ja, autsch!), durchhalten – hat man den Begriff der Remission geprägt.
Remission bedeutet:
man hat Blutwerte im Normalbereich,
man nimmt keine oder deutlich weniger Medikamente,
die Kriterien für Diabetes sind nicht mehr erfüllt.
Aber: Weil sich die insulin-betreffenden Zellen „merken“, wie es war, als der Diabetes akut war, nennt man es keine „Heilung“.
Futtert man wieder zu viel und falsch, hört mit der Bewegung auf, schläft wenig und hat viel Stress – kann der Diabetes ganz klar wieder kommen.
Damit ist auch klar: Es muss auch das Zellgedächtnis überschrieben werden. Die kranke (Diabetes-) Situation muss weg, das Wissen um „gesund“ muss lauter und deutlicher sein.
Ich habe deshalb ganz bewusst bei der Rostock-Essenz M-37 (Pankreas) und den Solidots Nr. 28 (Drüsen und Hormone, Organe und Organfunktionen) die Informationen abgespeichert, dass die Erkrankung auch feinstofflich „verschwindet“, also epigenetisch eher als „warnende Erinnerung“ gespeichert bleibt, statt als aktives Programm.
Änderungen im Alltag
Die Häufigkeit von Essen reduzieren
Wie eingangs beschrieben, hätte der Pankreas gerne mehr Pause zwischen den Mahlzeiten.
Doch selbst in Kuranstalten und Reha-Kliniken gibt es:
Frühstück, Jause, Mittagessen, Nachmittagsjause und Abendessen!
Will man dann aber – getreu des Wissens um die Pankreas-Erholung – nur zweimal am Tag etwas essen, verursacht man einen regelrechten Aufstand – von der Küche bis zur ärztlichen Leitung.
Das Traurige ist: Es weiß eigentlich jeder Endokrinologe, aber die Patienten werden dahingehend gar nicht informiert. Die allgemeine Haltung von Seiten vieler Ärzte ist klar:
„Die Menschen sind gewohnt, mehrmals am Tag zu essen – sie halten sich eh nicht dran, sind viel zu undiszipliniert.“
Deshalb werden die Patienten erst gar nicht darüber aufgeklärt; in Vorträgen oder Schulungen wird darauf nicht hingewiesen. Und spricht man es in einem Vortrag an, wird gar nicht erst darauf geantwortet, sondern die Rede sofort in eine andere Richtung gelenkt.
Und daher stimmt es leider viel zu oft:
Lieber spritzen sich die Menschen das Bolus-Insulin zusätzlich zum Langzeitinsulin, bevor sie sich ein Jahr lang echt zusammenreißen.
Mir ist schon klar, dass das wahrscheinlich auch auf viele Menschen zutrifft – aber es deshalb erst gar nicht zu sagen?
Dem Betroffenen die Wahl erst gar nicht zu geben?
Das finde ich nicht in Ordnung.
Wie sollte es sein?
8h Pause zwischen Mahlzeiten wäre das Optimum für den Pankreas. Gerade die Blutgruppe-0 Menschen sollten darauf achten, denn sie können über diese Maßnahme umgehend eine tiefe Erholung und Entspannung im Stoffwechsel erreichen.
Wer nun an den Begriff der Neandertaler-Diät oder des Intervall-Fastens denkt: Das sind nur Mode-Begriffe, damit es etwas Besonderes wird, wäre aber die ganz normale Ernährungsidee für einen Blutgruppe-0 Menschen. „Fasten“ ist hier völlig fehl am Platz, aber dann bilden sich die Menschen ein, sie machen etwas extra-gesundes. Und Diät ist es auch keine, wenn man verstanden hat, was bei den Blutgruppen „gescheiter“ zu verarbeiten ist.
Blutgruppe-A Menschen, die bekannt dafür sind, dass sie gerne und viel Zucker „brauchen“ wissen meist nicht, dass sie eigentlich alle 45-50 Min ein paar Bissen „bräuchten“ – damit sie erst gar nicht Zucker-gierig werden. Ihr Pankreas ist stärker, hält mehr aus, sofern sich der A-Typ entsprechend seiner Blutgruppe passen ernährt.
…
Dazu aber mehr im „Futterkurs“ – denn so einfach ist die Sache natürlich auch wieder nicht. Aber es zeigt Ihnen, dass es interessant ist, zu wissen, wie, was und wann man Essen gut verstoffwechselt.
Wenn Ihnen mein Blog bis hierhin gefallen hat, dann geht’s weiter im 2. Teil!




